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Tagesordnungspunkt

TOP Ö 9: Fortführung der Stütz- und Förderklasse am Sonderpädagogischen Förderzentrum ab dem Schuljahr 2013/14, hier: Beteiligung der Jugendhilfe (Anlage)

BezeichnungInhalt
Sitzung:16.04.2013   JHA/004/2013 
Beschluss:einstimmig beschlossen
DokumenttypBezeichnungAktionen

Grundlage für die Bildung von Stütz- und Förderklassen bildet eine gemeinsame Empfehlung des bayerischen StMUK und des bayerischen StMAS aus dem Jahre 2007. Mit Datum vom 06.07.2011 hat der Jugendhilfeausschuss der Stadt Straubing beschlossen, das Sonderpädagogische Förderzentrum bei der Bildung einer Stütz- und Förderklasse mit dem Förderschwerpunkt emotionale-soziale Entwicklung zu unterstützen. Dazu wurde der Caritasverband Straubing-Bogen beauftragt, einen Sozialpädagogen mit 19,5 Wochenstunden zu betrauen. Die Wahl fiel damals deshalb auf den Caritasverband, weil dieser bereits mit 9 Wochenstunden vor Ort für ergänzende Schulsozialarbeit (u. a. mit dem Projekt KOSSI) tätig war. Im ersten Schuljahr wurde die Stütz- und Förderklasse noch für die Jahrgangsstufen 8 bis 9 eingerichtet, ab dem Schuljahr 2012/13 für die Jahrgangstufen 3 bis 5. Ab April 2012 konnte die Wochenstundenzahl des Sozialpädagogen auf 30 Wochenstunden erhöht werden, nachdem die Kooperationstätigkeit für das Projekt KOSSI in Wegfall geraten war. Bisher wurden die finanziellen Mittel für die Kosten des Sozialpädagogen aus dem Produkt Jugendsozialarbeit bereitgestellt.

     Sowohl nach Einschätzung des Förderzentrums als auch nach Auffassung der Verwaltung ist die Etablierung der Stütz- und Förderklasse als Erfolg zu werten. Hätte es die Möglichkeit nicht gegeben, Kinder und Jugendliche in dieser sehr speziellen Klasse zu beschulen, hätten einige Kinder bzw. Jugendliche davon aufgrund ihrer mangelnden Beschulbarkeit und aufgrund eines erheblichen erzieherischen Defizits im Rahmen von Hilfe zur Erziehung fremd untergebracht werden müssen. Die Kosten hierfür hätten die Personalkosten des Sozialpädagogen bei weitem überschritten.

 

Beispiel:   Jugendhilfekosten für die Unterbringung eines Grundschulkindes im Jahr 2011/12 in
einer Einrichtung mit E-Schule im Zeitraum von 14 Monaten: 112.000 Euro.

 

Mit Datum vom 27.02.2013 wurde der Landkreis Straubing-Bogen angeschrieben und gebeten in eigener Zuständigkeit zu prüfen, ob eine Beteiligung an diesen Kosten vorstellbar ist. Die Bildung dieser Klasse sollte nach Meinung der Verwaltung allerdings nicht von der Zustimmung des Landkreises Straubing-Bogen abhängig gemacht werden, da zum einen der ganz überwiegende Teil der zu erwartenden Kinder bzw. Jugendlichen aus dem Stadtgebiet Straubing stammen wird und zum anderen, weil diese Möglichkeit allein für die Jugendhilfe der Stadt Straubing ein weiteres deutliches Präventivangebot darstellt.

     Der vorgelegte Beschlussvorschlag, der keine Empfehlung für einen Träger dieser Maßnahme enthält, beruht auf dem unter TOP 8 bereits erwähnten Vorwurf der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege in Straubing, demnach eine Vergabe eines Dienstes ohne die Einbeziehung der anerkannten Träger der freien Jugendhilfe gegen geltendes Recht verstößt. Analog zum weiteren Vorgehen in Sachen JaS soll auch für diesen Punkt das ausstehende Antwortschreiben der Regierung von Niederbayern abgewartet werden.

 

 

 


Das sonderpädagogische Förderzentrum wird ab dem Schuljahr 2013/14 im Rahmen von Hilfe zur Erziehung bei der Bildung einer Stütz- und Förderklasse unterstützt. Die Unterstützung erfolgt durch die Finanzierung einer 30 Wochenstunden-Stelle für einen Sozialpädagogen.