TOP Ö 7: Mitteilungen und Anfragen

Aufgrund wiederkehrender Medienberichte sowie Anfragen an das Tiefbauamt, wird das Verfahren "Einstreudecken in Rapsasphalt" als mögliche Alternative zum jährlichen Deckenbauprogramm erläutert.

 

Bei Deckenbauarbeiten wird die bestehende Asphaltoberschicht abgefräst und höhengleich wieder erneuert. Bei Einstreudecken wird auf bestehende Oberschichten eine Bitumenemulsion auf Rapsbasis aufgetragen, auf der man zwei Lagen Splitt mit verschiedenen Körnungen abgewalzt. Die obere, lose Splittlage bleibt ca. drei Wochen liegen und führt zu einer erheblichen Rutsch- und Schleudergefahr, weshalb diese Bereiche für längere Zeit mit Geschwindigkeitsbeschränkungen bedacht werden.

Im innerstädtischen Bereich würde der aufgetragende Splitt über Entwässerungssysteme in die Kanalisation gelangen und hier zu Verunreinigungen führen, was den Unterhaltsaufwand erhöht. Außerorts gelangt der überschüssige Splitt schadlos in Bankette und Gräben.

Die Oberfläche einer Einstreudecke ist im Vergleich zu Asphaltbeton wesentlich rauher und daher unvorteilhaft vor allem für Radfahrer und dergleichen.

Unebenheiten und Schadstellen können im Gegensatz zum Deckenbau nicht ausgeglichen werden.

 

Das Verfahren ist dort nicht durchführbar, wo sich Einbauten wie Schieber, Schächte und auch Randeinfassungen befinden, weil die maschinell aufgebrachte Bitumenemulsion hier nicht ausgespart werden kann. Ausserdem ergäbe sich um die Einbauten durch den aufgebrachten Splitt eine Erhöhung von ca. 3 cm, was wiederum eine Höhenangleichung der Einbauten bedürfte, aber entlang von Borden und Rinnen nicht möglich ist.

 

Die Kosten für Einstreudecken auf Rapsasphalt betragen ca. 6.- EUR/m², beim Deckenbauprogramm liegen die Kosten derzeit bei ca. 14.- bis 19.- EUR/m². Dabei ist zu

berücksichtigen, dass bei Einstreudecken keine Nebenkosten für Erschwernisse und Angleichungen aufgrund von Einbauten anfallen.

 

Der Einsatz von "Rapsasphalt" dient in erster Linie dazu, bestehende Fahrbahndecken und dessen Risse abzudichten, und somit die Lebensdauer einer Straße zu verlängern.

Man geht derzeit davon aus, die Lebensdauer von Straßen um 6 bis 7 Jahre verlängern zu können, bei Deckenbauarabeiten wird eine Nutzungsverlängerung von wenigstens 10 Jahren angestrebt.

 

 

 

 

Die Anfrage von Herrn Stadtrat Wackerbauer, warum keine Sachberichte von der Sitzung im Internet eingestellt waren, wird von Frau Bürgermeisterin Stelzl und Herrn Lermer beantwortet.

 

Verteiler:

Referat 1

 

 

 

 

 

Frau Stadträtin Stauber erkundigt sich nach dem Fortgang und der verkehrsrechtlichen Situation im Zusammenhang mit den bereits länger andauernden Bauarbeiten im Straßenbereich St.-Nikola-Straße. Da die Maßnahme von den Stadtwerken durchgeführt wird, wird sich das Tiefbauamt mit den dort zuständigen Sachbearbeitern in Verbindung setzen.

 

Verteiler:

Tiefbauamt

 

 


 

Der Bauausschuss nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.

 


Abstimmungsergebnis:

Zur Kenntnis    

Verteiler:

Tiefbauamt