TOP Ö 7.1: Vorstellung des Plans durch die PSLV Planungsgesellschaft Stadt-Land-Verkehr GmbH

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Sachvortrag:

 

Für die Stadt Straubing ist ein gesamtstädtischer Verkehrsentwicklungsplan erarbeitet worden. Als Ausgangsbasis wurden die Ergebnisse der Verkehrsanalyse aus dem Jahr 2005 herangezogen. Neben Aussagen zum fließenden und zum ruhenden Verkehr liefert der Verkehrsentwicklungsplan auch Aussagen zum Fußgänger- und Radverkehr. Da sich die Stadt Straubing aufgrund ihrer flachen Topographie prinzipiell für das Radfahren eignet, wird aufgezeigt, mit welchen Maßnahmen dieser Verkehrsart künftig ein noch breiterer Raum eingeräumt werden kann. Mit einer Erhöhung des Radfahreranteils können die Verkehrsbelastungen in Straubing reduziert werden. Ähnliches gilt für das Thema öffentlicher Nahverkehr. Auch hier wird aufgezeigt mit welchen Mitteln weitere Verbesserungen erzielt werden können.

 

Der Verkehrsentwicklungsplan analysiert für die wesentlichen verkehrlichen Fragestellungen Bestand und Bedarf. Einzelziele und Maßnahmenvorschläge werden in einem übergreifenden Gesamtkonzept zusammengeführt.

 

Ein wichtiges Ziel des Verkehrsentwicklungsplanes ist auch die weitere Entwicklung des Straßennetzes. Dabei wurden nicht nur neue Straßen in die Überlegungen miteinbezogen sondern auch vorhandene Straßen durch verschiedene Kategorien definiert. Der Verkehrsentwicklungsplan liefert für die nächsten ca. 15 bis 20 Jahre einen Orientierungsrahmen, anhand dessen die Stadt Straubing wichtige Weichenstellungen und Maßnahmen festlegen und ggf. umsetzen kann.


Dem Stadtrat wird der Verkehrsentwicklungsplan durch Herrn Dipl.-Geograph Robert Ulzhöfer von der Planungsgesellschaft Stadt Land Verkehr GmbH detailliert vorgestellt.

 

In der anschließenden Diskussion wird die Ausarbeitung des Verkehrsentwicklungsplanes durchwegs sehr positiv bewertet. Verschiedene Detailpunkte werden angesprochen, zur Umsetzung ergehen einige Hinweise.

 

a)      Herr Oberbürgermeister Markus Pannermayr erläutert, dass einige der im Verkehrsentwicklungsplan aufgeführten Projekte sicherlich sehr visionär seien, dass aber beachtet werden müsse, dass der Plan ein Orientierungsrahmen für einen langen Zeitraum, nämlich die nächsten zwei Jahrzehnte, sei. Als einen wichtigen Aspekt greift er die Weiterführung des Südrings heraus. Seiner Meinung nach sei die Verlängerung des Südrings über die B 8 hinaus und die Anbindung an den überörtlichen Verkehr von besonderer Bedeutung.

 

b)        Herr Bürgermeister Lohmeier schlägt vor, die im Entwurf des Verkehrsentwicklungsplans vorgesehene Verlängerung des Südrings mit Auffahrt auf die Bundesstraße 8 über diese Anschlussstelle hinaus zu verlängern bis zur Kreisstraße SR 2 / SR 11 (Regionaltrasse). Dieser Vorschlag wird aus dem Plenum heraus mehrfach bestärkt.

 

c)        Herr Stadtrat Wackerbauer bittet nochmals um Überprüfung einer innerstädtischen Paralleltrasse, auch als Radwegeverbindung, entlang der Bahnlinie vom Gelände der ehemaligen Ziegelei Mayr im Westen Richtung Obere / Mittlere Bachstraße bis zur Schildhauerstraße / Äußere Passauer Straße im Osten.

 

Die zwei Ergänzungen unter Buchstabe a) und Buchstabe b) werden im Entwurf des Verkehrsentwicklungsplanes noch berücksichtigt, die Anregung unter Buchstabe c) wird überprüft.

 

Der Stadtrat nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.