TOP Ö 1.1: Außerplanmäßige Bereitstellung von Haushaltsmitteln für die Bereitstellung von Umkleide- und Duschcontainern am Eisstadion – FA a.d.T.

Nachtrag: 10.10.2013

Beschluss: einstimmig beschlossen

Sachvortrag:

 

Der EHC Straubing verzeichnet seit über 2 Jahren einen sehr hohen Zulauf von Kindern und Jugendlichen im Eishockey-Sport bzw. beim Schlittschuhlaufen. Besonders hoch ist die Nachfrage für die EHC-Laufschule und die Bambini-Mannschaft (ab 6 Jahren). Nach Mittei-lung des EHC Straubing nehmen jährlich ca. 350 Kinder in der Laufschule (ab 3 Jahren) und daraus resultierend am Aufbau einer Fördergruppe (ab 5 Jahren) und einer zweiten Bambini-Mannschaft (ab 6 Jahren) teil. Zudem hat das Schlittschuhlaufen bei der Bevölkerung in Straubing und Umgebung an Beliebtheit stark zugenommen.

 

Durch diesen enormen Zulauf ergeben sich naturgemäß Probleme, deren Lösung nach An-sicht des EHC zwingend erforderlich ist. Besonders problematisch ist, dass die vorhandenen Umkleidekabinen und Abstellräume bei Weitem nicht mehr ausreichen. Durch die enorme Zahl der Laufschüler, der Neugründung von Fördergruppen und der Bambinis sind die räum-lichen Gegebenheiten im Stadion mittlerweile mehr als ausgereizt. Ein reibungsloser Ablauf bei der Unterbringung der Mannschaften bzw. beim Umziehen vor und nach dem Training bzw. dem Spiel ist nicht mehr gegeben. Hier ist unter anderem zu bedenken, dass die ein-zelnen Mannschaften überlappend trainieren und spielen. Das bedeutet, dass die Utensilien der noch trainierenden/spielenden Mannschaften in der Kabine sind, die nächste Mannschaft aber schon zum Umziehen in die Kabine hinein muss.

Ein weiteres großes Problem ist der viel zu geringe Raum, der als Abstellplatz bzw. Lager-raum zur Verfügung steht. So stehen z.B. Trainingsgeräte für die Laufschule mit unzähligen anderen Gegenständen, die von verschiedensten Personengruppen im Stadion gebraucht werden in einem Raum, was ein umständliches und sehr zeitintensive Hin- und Herräumen zur Folge hat.

 

Der EHC Straubing will deshalb „übergangsweise“ Container aufstellen, die zu einer spürba-ren Entlastung der geschilderten Situation führen sollen. Gebraucht werden jeweils ca. 3 Umkleide- und Duschbereiche sowie jeweils ein Raum für Lager und für Fitnessgeräte. Als Standort käme die Südostseite des Stadions im Bereich des Raucherbalkons bei der Fangastronomie in Frage.

 

Die Hochbauverwaltung der Stadt Straubing und das Amt für Gebäudemanagement haben diesen Antrag geprüft mit dem Ergebnis, dass eine Platzierung der Container auf einer eng begrenzten Fläche südlich des Haupteingangsbereiches bautechnisch möglich wäre. Die Vorgaben des Brandschutzes sowie die nahe Erreichbarkeit der Eisfläche könnten realisiert werden. Allerdings müssten die Container in zwei Ebenen errichtet werden.

 

Die Vorbereitung der Containerstandorte mit Fundamentierung und Planierung der Vorfläche, der notwendige Durchbruch durch eine bestehende Brandschutzmauer sowie die Ver- und Entsorgung sollen durch die Stadt realisiert werden. Nach den Berechnungen des Hochbauamtes ist für die Erdarbeiten, die notwendigen Durchbrucharbeiten und die sonstigen Gewerken bei 1-geschoßiger Ausführung mit ca. 40.100,00 Euro und bei 2-geschoßiger Ausführung mit ca. 47.600,00 Euro zu rechnen. Für die Ver- und Entsorgung hat das Amt für Gebäudemanagement einen Gesamtbetrag von ca. 20.000,00 Euro ermittelt. Insgesamt ist die Finanzierung eines Kostenaufwandes von ca. 70.000,00 sicherzustellen.

 

Der finanzielle Aufwand könnte über das Budget des Sportamtes für Investitionen und das Budget der Liegenschaftsverwaltung abgedeckt werden. Allerdings ist es notwendig, die Budgetmittel i.H.v. 70.000,00 Euro auf das Budget des Hochbauamtes zu transferieren.

 

Die Container werden durch den EHC Straubing angemietet werden. Nach dem vorliegenden Angebot beträgt die monatliche Miete für die Containeranlage ca. 2.000,00 Euro. Zusätzlich muss für den Transport und Aufbau bzw. Montage der Container ein Betrag von ca. 3.000,00 Euro eingeplant werden. Bei Abbau wird in etwa der gleiche Betrag fällig.

Die exakten Mietkosten bzw. Transport- und Montagekosten sind mit dem Anbieter noch nicht abgesprochen und verhandelt.

 

In der anschließenden Diskussion wird insbesondere von Stadtrat Dr. Herpich kritisiert, dass die jetzt vorgeschlagene Container-Lösung aus seiner Sicht keine gute Lösung sei. Vor allem wird auch bemängelt, dass dem Haupt- und Finanzausschuss aufgrund des gegebenen Zeitdrucks eine sofortige Entscheidung über den Lösungsvorschlag abverlangt werde.


Es ergeht folgender Beschluss:

 

1.         Der Haupt- und Finanzausschuss stimmt der Errichtung einer Containeranlage durch den EHC Straubing am Eisstadion zu. Die Kosten für die Vorbereitung der Aufstellungsfläche sowie die Ver- und Entsorgung der Container i.H.v. ca. 70.000,00 Euro trägt die Stadt Straubing.

 

 

2.         Der Finanzausschuss der Stadt Straubing beschließt, dass zur Finanzierung der notwendigen Vorarbeiten zur Errichtung einer Containeranlage am Eisstadion aus dem Budget des Liegenschaftsamtes ein Betrag i.H.v. 50.000 Euro und aus dem Budget des Sportamtes für Investitionen ein Betrag i.H.v. 20.000 Euro, insgesamt also 70.000,00 Euro, auf das Budget des Hochbauamtes übertragen werden.


Abstimmungsergebnis:

- einstimmig -

Verteiler:

1, 10, 16.2, 3, 30, 4, 42