Beschluss: einstimmig beschlossen

Die Stadt Straubing ist verpflichtet bedarfsgerecht im Rahmen ihrer Möglichkeiten Ferien-freizeiten anzubieten (§ 11 Abs. 3 SGB VIII). Eine Trägergemeinschaft aus Arbeiterwohlfahrt Straubing, der Evangelischen Jugend Christuskirche, der Gesellschaft für berufliche und soziale Integration gfi gGmbH und des Stadtjugendrings Straubing führten diese Freizeiten in den letzten 12 Jahren durch. Die Verträge, die letztmals 2011 verlängert wurden, liefen zum Jahresende 2013 aus.

 

Die Trägergemeinschaft hat, mit Ausnahme der Gesellschaft für berufliche und soziale Integration gfi gGmbH, ihr Interesse und ihre Bereitschaft bekundet auch künftig die Freizeiten im Auftrag der Stadt Straubing anzubieten. Die Zusammenarbeit mit der Trägergemeinschaft war während der vergangenen Jahre sehr gut und vertrauensvoll, so dass die Verwaltung eine Vertragsverlängerung befürwortet.

 

Im Laufe des vergangenen Jahres wurde mit den Anbietern über die Aktualisierung und Anpassung des Vertrages verhandelt. Um eine Planungssicherheit zu gewährleisten, soll der Vertrag wieder um fünf Jahre verlängert werden. Die Höhe der Förderung durch die Stadt Straubing soll sich auch weiterhin nach der Qualität der angebotenen Maßnahmen richten. Der zuletzt im Jahr 2009 angepasste Vergütungssatz für einen Qualitätspunkt soll um 0,50 € auf 4,00 € angehoben werden. Auch weiterhin können bis zu 100 Maßnahmetage gefördert werden, wobei die Träger zunächst 74 Maßnahmetage anbieten. Hiervon übernehmen die Arbeiterwohlfahrt mindestens 10, die Evangelische Jugend Christuskirche mindestens 43 und der Stadtjugendring mindestens 21 Tage. Die verbleibenden Maßnahmetage können in Absprache mit der kommunalen Jugendarbeit der Stadt und der Trägergemeinschaft auch an weitere Vereine und Verbände vergeben werden, sofern sich die Angebote ergänzen. So soll eine bedarfgerechte Steuerung des Angebots gewährleistet werden. Beibehalten werden soll auch der gemeinsame Prospekt. Die Stadt Straubing übernimmt weiterhin die Sach- und Druckkosten hierfür. Auch hier soll eine Anpassung des zur Verfügung stehenden Budgets von 1.200,00 € auf 1.500,00 € erfolgen. Seit der Deckelung dieser Kosten im Jahr 2001 auf 1.200,00 € ist dies die erste Erhöhung dieses Postens und durch die steigenden Preise gerechtfertigt.

 

Neu in den Vertrag eingearbeitet werden soll ein Budget für Stornogebühren von insgesamt 2.000,00 €.

 

Hierdurch wird dem geänderten Anmeldeverhalten der Familien Rechnung getragen. Der Großteil der Anmeldung zu einer Freizeit erfolgt sehr kurzfristig, häufig nur wenige Tage vor Beginn der Maßnahme. Meist steht zum Zeitpunkt ab dem die Stornogebühren fällig wären noch nicht fest, ob die Freizeit überhaupt stattfinden kann. Müsste eine Maßnahme dann doch absagt werden, so trug der Anbieter die gesamten Gebühren. Um aber das Angebot an Freizeiten möglichst lange aufrecht erhalten zu können und Planungssicherheit für die schon angemeldeten Familien bieten zu können, sollen auf Antrag dem Träger bis zu 50 % der Stornierungsgebühren erstattet werden. Hierbei werden nur Kosten für Übernachtungen (Zeltplätze, Übernachtungshäuser etc.) und Transporte (Bus, Bahn etc.) berücksichtigt. Die Finanzierung erfolgt über die durch den Ausfall der Freizeit nicht beanspruchten Fördermittel und über das für die Freizeiten zur Verfügung stehende Budget.


Der Fortführung der Verträge zur Durchführung von Ferienfreizeiten nach § 11 SBG VIII im Auftrag der Stadt Straubing mit der Trägergemeinschaft - bestehend aus Arbeiterwohlfahrt Straubing, der Evangelischen Jugend Christuskirche und dem Stadtjugendring Straubing - wird zugestimmt. Die hierfür benötigten Haushaltsmittel sind bereit zu stellen.