Beschluss: einstimmig beschlossen

Sachvortrag:

 

Die Stadt Straubing hat u.a. anlässlich der geplanten Siedlungsentwicklung im Ortsteil Alburg im Jahr 2012 ein Gewerbeflächenentwicklungskonzept erstellt. Aus diesem hat sich begründet, dass unter Berücksichtigung der hier bereits in Planung befindlichen Gebietsentwicklung „Gewerbepark Alburg“ bis zum Jahr 2030 mit einem weiteren Flächenbedarf von über 30 ha zu rechnen sein wird.

Darüber hinaus wurde für das Hafen- und Industrieareal des ZVH ein zusätzlicher Flächenentwicklungsbedarf von 20-25 ha prognostiziert.

 

Die Vermarktung des Gewerbeparks Alburg ist nach wie vor im Gange. Hierdurch konnten für Unternehmen sowohl Neuansiedlungs-, als auch Umsiedlungsvorhaben innerhalb der Stadtgrenzen ermöglicht werden. Diesbezüglich waren und sind in unterschiedlichen Bereichen des Stadtgebietes Bestrebungen zur Flächenbereitstellung im Gange (u.a. GE Schlesische Straße, GE Erletacker Nord, Unteröbling).

 

Insofern sind die im Gewerbeflächenentwicklungskonzept definierten Ziele nach wie vor von Bedeutung:

·         Erhalt und moderater Ausbau der Zahl an Arbeits- und Ausbildungsplätzen

·         Ansiedlung neuer Unternehmen

·         Bindung ansässiger Unternehmen

·         Empfehlung für ein integriertes, strategisches Standortmarketing

 

In diesem Zusammenhang stellt die geplante gewerbliche Siedlungsentwicklung an der südlichen Aus- und Auffahrt der Bundesstraße B20 - östlich wie auch westlich der im Stadtgebiet wichtigsten überregionalen Verkehrsachse - ein beachtliches Flächenpotenzial Straubings dar.

 

Der im Lageplan dargestellte Geltungsbereich stellt einen weiteren Entwicklungsschritt westlich der B20 mit einer Flächenausdehnung von ca. 16,3 ha dar.

 

Die Lage der Flächen im Schnittpunkt der B20 und der Kreisstraße SRs 12 ermöglicht nicht nur die Erweiterung der im Bereich Erletacker bereits vorhandenen Flächennutzungen, sondern stellt gleichzeitig auch eine hervorragende, die Innenstadt schonende Verkehrsverteilung (ins Hafengebiet des ZVH Straubing-Sand, über den Südring zur Landshuter Straße und weiter zur Bundesstraße B8 sowie über den nahen Hirschberger Ring in die dortigen Gewerbegebiete Stutzwinkel GE, Königreich, Westliches Ostenfeld und GE Breslauer Straße sicher.

 

Die Flächenausweisung berücksichtigt durch entsprechende Abstände der Bebauung den schützenswerten und zu entwickelnden Landschafts- und Erholungsraum des Eglseer Mooses ebenso wie ausreichende Entfernungen zu möglichen wohnbaulichen Entwicklungsflächen.

 

Gegenüber der Wirtschaftsförderung wurden für das Plangebiet bereits konkrete Ansiedlungsinteressen im Stadtgebiet ansässiger Unternehmen kommuniziert. Auch um zu verhindern, dass diese Betriebe ins regionale Umland abwandern, wird der Bedarf zur Ausweisung und zeitnahen Erschließung dieses Gewerbegebietes begründet.

 

Während sich der Geltungsbereich des Bebauungs- und Grünordnungsplanes auf die zu nutzenden Gewerbeflächen beschränkt, soll bei der parallelen Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes außerdem die Grünland-Darstellung in landwirtschaftliche Nutzungsfläche und Erwerbsgartenbau geändert werden.


Entsprechend der Empfehlung des Bau- und Planungsausschusses fasst der Stadtrat folgenden Beschluss:

 

1.         Die Aufstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes „GE Eglseer Breite“ wird mit dem im Lageplan definierten Geltungsbereich beschlossen. Der Lageplan ist Bestandteil des Beschlusses.

 

2.         Der Flächennutzungs- und Landschaftsplan ist mit dem im Lageplan definierten Geltungsbereich im Parallelverfahren zu ändern. Der Lageplan ist Bestandteil des Beschlusses.


Abstimmungsergebnis:

- einstimmig -

Verteiler:

4, 40 (2x)

 

 

Anlagen:

 

2 Lagepläne