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Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Anton-Bruckner-Gymnasium, hier: Mobiler Erweiterungsbau zur Schaffung von zusätzlichen Klassen- und Kursräumen

BezeichnungInhalt
Sitzung:07.04.2014   STR/014/2014 
Beschluss:einstimmig beschlossen
DokumenttypBezeichnungAktionen

Sachvortrag:

 

Im Zuge der Vorbereitung der für das Jahr 2014 am Anton-Bruckner-Gymnasium geplanten Baumaßnahmen (Brandschutz, Sanierung Bibliothek, EDV-Verkabelung) wurde von der Schulleitung auch die Schaffung zusätzlicher Klassen- und Kursräume beantragt. Dieser Antrag wurde mit Schreiben vom 22.01.2014 konkretisiert. Nach mehreren intensiven Abstimmungsgesprächen zwischen Schule und Verwaltung kam das Schulverwaltungsamt, in Abstimmung mit der Regierung von Niederbayern, hinsichtlich des mittelfristig zu erwartenden Raumbedarfs zum Ergebnis, dass aktuell 3 Kursräume und 1 Klassenzimmer fehlen. Langfristig erscheint eine Bereitstellung von 6 zusätzlichen Räumen gerechtfertigt. Zur Deckung des Raumbedarfs gibt es mehrere bauliche Optionen:

 

Mobiler Erweiterungsbau

 

Als am schnellsten umzusetzende und zugleich flexible Lösung käme die Errichtung eines mobilen Erweiterungsbaus in Betracht. Als Standort wurden 2 Alternativen untersucht:

 

  • Variante Ost, östlich des Hauptgebäudes, bzw. unmittelbar nördlich dem Neubau “Klassentrakt“ vorgelagert
  • Variante West, nordwestlich des Hauptgebäudes bzw. nördlich des Musiktrakts

 

Von der Verwaltung wird die Variante Ost aus folgenden Gründen favorisiert:

 

  • zentrale Lage nahe dem Haupteingang (Zugangskontrolle / Übersichtlichkeit)
  • kurzer Weg zum Zugang Neubau „Klassentrakt“
  • kurze Leitungswege für Ver- und Entsorgungsleitungen zum Neubau “Klassentrakt“
  • keine separaten Toilettenanlagen notwendig ( Nutzung der Toilettenanlagen im Hauptgebäude möglich)
  • geringere naturschutzrechtliche Eingriffe
  • kostengünstigste Variante (Einsparung ca. 70.000.- Euro)

 

Hinsichtlich der Kostenermittlung wurden mehrere Alternativen untersucht: die Anmietung der kompletten Anlage sowie der Kauf einer identischen Anlage, jeweils mit unterschiedlichen Optionen.

 

  • Sowohl die Anmietung der mobilen Elemente als auch die sog. „offene Kaufoption“ sind gegenüber dem Erwerb der „Container“ nicht wirtschaftlich.
  • Die bei der „festen Kaufoption“ eingerechneten Zinsen sind deutlich höher als der Zinsertrag aus Kapitalanlagen, damit derzeit nicht zu empfehlen.
  • Der Erwerb von 8 satt 6 Unterrichtsräumen mittels mobilen Elementen verbraucht um ca. 300.000 € höhere Eigenmittel. Damit ist auf den direkten Bedarf ohne Raumreserve abzustellen.

 

Zudem kann bei einem Kauf ggf. mit einer Förderung aus FAG-Mitteln gerechnet werden (Mindestnutzungsdauer 10 Jahre). Sollten die Schülerzahlen am Anton-Bruckner-Gymnasium wider Erwarten zurückgehen, könnten die mobilen Einheiten auch anderweitig im Rahmen anstehender Sanierungsmaßnahmen an anderen Schulen eingesetzt werden.

 

Bei einem Kauf belaufen sich die Aufwendungen für 6 Räume (6 Klassenzimmer mit ca. 68 qm, Standardkonstruktion in Stahl und Stahlblech) auf rund 770.000.- Euro (alle Angaben basieren auf Kostenrichtwerten, nach Angaben einer Herstellerfirma bzw. eigenen Erfahrungswerten aus anderen Bauvorhaben), die zu erwartende Förderung auf etwa 230.000.- Euro und die städtischen Eigenmittel damit auf ca. 540.000.- Euro.

 

Eine Umsetzung der Maßnahme wäre voraussichtlich bis Ende dieses Jahres möglich.

 

Erweiterungsbau:

 

Als Alternative käme die Errichtung der Klassenzimmer in dauerhafter Bauweise in Betracht. Hierzu könnte der bereits bestehende Neubau „Klassentrakt“ entsprechend erweitert werden. Bei Schaffung von 6 Räumen (6 Klassenzimmer mit ca. 68 qm) ergäbe sich folgende Kostensituation:

 

Kosten:           ca. 1.350.000.- Euro

Förderung:      ca. 430.000.- Euro

Eigenmittel:     ca. 920.000.- Euro

 

Damit wäre ein Anbau in dauerhafter Bauweise um ca. 380.000.- Euro teurer. Allerdings wäre auch die Ausstattung deutlich höherwertiger und zwar um einen Kostenbetrag von rund 40.000.- bis 50.000.- Euro (Mediensäule, Beamer, moderne „Tafel“ etc.). Zudem wäre bei der Erstellung in Massivbauweise mit einer deutlich besseren Energieeffizienz zu rechnen (Energiekostenersparnis auf 10 Jahre etwa 30.000.- bis 50.000.- Euro).

 

Die Fertigstellung wäre geplant zum September 2015 (Beginn des Schuljahres 2015/2016).


Beschluss:

 

Der Stadtrat nimmt den Sachvortrag zur Kenntnis.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, das schulaufsichtliche Verfahren zur Festlegung der notwendigen Erweiterungsfläche und Genehmigung des Raumprogrammes durchzuführen.

 

In der Sitzung des Stadtrates am 19. Mai 2014 soll der neugewählte Stadtrat eine Entscheidung darüber treffen, ob der Raumnot am Anton-Bruckner-Gymnasium durch den Erwerb von mobilen Containern oder durch die Errichtung eines Erweiterungsbaues (Massivbauweise) abgeholfen werden soll.


Abstimmungsergebnis:

- einstimmig -

Verteiler:

1, 10, 16, 42

 

Anlage:

 

Präsentation