TOP Ö 7: Mitteilungen Bericht zur Entwicklung der Asylbewerberzahlen in Straubing

 

Die Regierung von Niederbayern hat mit Schreiben vom 07.05.2014 die kreisfreien Städte und Landkreise über den aktuellen Stand der Asylbewerberunterbringung und die zu erwartenden Erstantragsteller  im Jahr 2014 informiert.

Die Zugangszahlen steigen dabei im Vergleich zu 2013 aus allen Regionen (Westbalkanstaaten, Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan und den nord- und zentralafrikanischen Staaten).

Laut Prognose des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge wird gegenüber den hohen Zugangszahlen im Jahr 2013 ein weiterer Anstieg der Erstantragsteller auf bundesweit über 140.000 Personen und der Folgeantragsteller auf über 20.000 Personen erwartet.

Diese Zahl kann allerdings auch noch wesentlich höher ausfallen, da in der Regel die Zugangszahlen im 1. Halbjahr erfahrungsgemäß niedriger liegt als im 2. Halbjahr.

Für Niederbayern würde dies durchschnittlich etwa 175 Erstzugänge pro Monat, 2050 Personen im Jahr 2014, bedeuten, die entsprechend unterzubringen wären. Im vergangenen Jahr sind knapp 2/3 der Neuzugänge in den Unterkünften verblieben. Auf das laufende Jahr übertragen wären damit bis zum Jahresende etwa 3900 Personen (ausgehend von 2050 Neuzugängen) oder auch bis deutlich über 4000 Personen in Gemeinschaftsunterkünften und dezentralen Unterkünften der Städte und Kreise.

Die in Niederbayern unterzubringenden Asylbewerber werden nach festgelegten Quoten auf die kreisfreien Städte und Landkreise verteilt. Die in § 7 Abs.2 DVAsyl  (Asyldurchführungsverordnung) festgelegte Quote für die Stadt Straubing beträgt 4,2 %.

Bei 3900 in Niederbayern unterzubringenden Personen wären in Straubing 164 Personen unterzubringen, bei 4350 unterzubringenden Personen wären dies 183 Personen.

In Straubing gibt es derzeit ein staatliches Übergangswohnheim (ehem. Hotel Wittelsbach) mit 90 Plätzen und eine dezentrale Unterkunft, die von der Stadt selbst betrieben wird (Rosengasse 37b) mit 40 Plätzen. Beide sind voll belegt, so dass Straubing  derzeit 130 Personen  unterbringt.

Aufgrund der übermittelten Zahlen der Regierung können auf die Stadt Straubing  in 2014 noch etwa 34 - 53 Personen zur Unterbringung zukommen. Da die staatliche Unterkunft vollbelegt ist werden die entsprechenden Asylbewerber der Stadt zur dezentralen Unterbringung zugewiesen, das heißt die Stadt muss sich  in diesem Fall um Unterkunftsmöglichkeiten kümmern. Die Verwaltung beschäftigt sich bereits mit der Unterbringungsproblematik und versucht entsprechende Lösungen zu erarbeiten.