TOP Ö 3: Gäubodenmuseum, Vorstellung eines Konzepts zur Museumspädagogik

Beschluss: einstimmig beschlossen

Sachvortrag:

 

Im Gäubodenmuseum ist in den vergangenen Jahren eine Museumspädagogik entstanden, die für ein lebenslanges Lernen mit allen Sinnen steht. Die Angebote reichen über themengebundene Veranstaltungen z.B. zu einzelnen Epochen bis hin zu Sonderveranstaltungen wie Töpfern, Bronzeguss oder Reenactment-Veranstaltungen („Leben wie in der Vergangenheit“).

 

Die Museumspädagogik im Gäubodenmuseum wird durch das Museum selbst bereits stark durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten, Objekten, Kopien und Arbeitsleistung (z.B. Vermittlung der Gruppen, Aufbau des notwendigen Mobiliars usw.) unterstützt. Für Erwachsene und Senioren gibt es Themenführungen, insbesondere für Kindergruppen Spezialveranstaltungen, die einen erheblichen Aufwand erfordern. Das Museum erhält pro Kind 1 Euro Eintrittsgebühr, bezuschusst also letztlich die Veranstaltungen. Da die Museumspädagogik nicht weiter etatisiert ist, verbleiben 7 Euro pro Teilnehmer bei den Museumspädagogen. Die Gruppen dürfen pro Pädagoge nicht größer als 10 Kinder sein, so dass für eine museumspädagogische Kraft maximal 35 Euro pro Stunde Verdienst bei einer zweistündigen Veranstaltung zusammenkommen.

 

Aktuell wird die Museumspädagogik immer häufiger nachgefragt. Letztes Jahr waren es 13 Veranstaltungen mit durchschnittlich 30 Teilnehmern plus 9 Veranstaltungen mit durchschnittlich 15 Teilnehmern. In diesem Jahr sind die Zahlen von 2013 jetzt schon erreicht. Es finden also immer mehr Veranstaltungen statt, für die zusätzliche pädagogische Kräfte benötigt werden. Beim jetzigen System bleibt wegen der Kursaufwendungen wenig Verdienst. Dies hat auch zur Folge, dass weitere pädagogische Kräfte nicht gefunden werden können.

 

Künftig soll ein Budgetansatz „Museumspädagogik“ mit einem Betrag von ca. Euro 10.000.- eingerichtet werden. Aus diesem Betrag können dann Ausgaben für Verbrauchsmaterial, Verpflegung („Museum mit allen Sinnen“ – Schmecken, Hören, Fühlen, Riechen usw.) oder auch die Erweiterung des Fundus getragen werden. Damit wird auch eine angemessene Entlohnung für die Museumspädagogen möglich. Darüber hinaus sollte es dadurch möglich werden, das Interesse von pädagogisch ausgebildeten Personen an dieser Tätigkeit zu wecken. Bei der Anzahl an Veranstaltungen und dem aktuellen Ausbau von pädagogischen Räumen ist an dieser Stelle Bedarf vorhanden.


 

 

 

 

Beschluss:

 

Der Kultur- und Partnerschaftsausschuss stimmt der Weiterführung der Museumspädagogik in der vorgestellten Form zu. Es wird empfohlen, ab dem Jahr 2015 im Budget Gäubodenmuseum zusätzliche finanzielle Mittel für die Museumspädagogik in Höhe von jährlich 10.000.- Euro zur Verfügung zu stellen.