TOP Ö 8.2: Entscheidung über die Bauweise (Holzbauweise oder Massivbauweise)

Beschluss: einstimmig beschlossen

Sachvortrag:

 

Betreffend einer Ausführung in Holzbauweise wurden die notwendigen Anforderungen in den Bereichen Brandschutz, Schallschutz und Statik eingehend untersucht und letztendlich die Mehrkosten gegenüber einer Massivbauweise analog dem 2010 erstellten Neubau ermittelt.

Dabei wurden für die Variante „Holzbauweise“ folgende Konstruktionsdetails zugrunde gelegt:

Außenwand : Brettstapelwand, OSB-Platte zur Aussteifung, Mineralfaserwärmedämmung, Außenputz auf entsprechender Trägerplatte

Innenwand: Brettstapelwand, OSB-Platte zur Aussteifung, Dämmung, Verkleidung flurseitig aus Brandschutzgründen mit Gipskartonplatten, Klassenzimmerseitig: Tafelwand mit GK-Verkleidung (Installationswand) , restliche Wandoberflächen: Holzsichtflächen

(geölt).

Decke: Brettstapeldecke inkl. OSB-Aussteifungsplatte, unterseitig Deckensegel aus gelochten Gipskartonplatten (Akustik), außerhalb des Deckensegels Holzoberfläche der Deckenkonstruktion sichtbar.

Bodenaufbau: Splittschüttung, Trittschalldämmung, Belag: Gussasphalt (wie Bestand)

Dach: Foliendach, 3 DNG (wie Bestand), Dämmung, Holzverschalung, Zwischensparrendämmung aus Zellulose, unterseitige Verkleidung mit Gipskarton (Brandschutz).

Bodenplatte: Stahlbeton

Bei der Variante „Massivbauweise“ wurde für die Außenwände Ortbeton vorgesehen, außenseitig mit Wärmedämmung und Außenputz, Innenwände in Sichtbeton, Decken in Ortbeton / Sichtbeton, Deckensegel aus gelochten GK-Platten in den Klassenzimmern,

Bodenbelag, Bodenaufbau, Dachkonstruktion wie bei der Holzbauweise.

Bodenplatte in Stahlbeton

Für beide Varianten ist Passivhausstandard vorgesehen.

 

Die Mehrkosten für die Ausführung in Holzkonstruktion - wie oben beschrieben - gegenüber der Massivbauweise analog dem bestehenden Klassentrakt betragen ca. 80.000,00 € brutto inkl. Nebenkosten.

Entsprechend der Kostenschätzung betragen die Herstellungskosten für den Erweiterungsbau in Holzbauweise ca. 1,447 Mio €, für den Erweiterungsbau in Massivbauweise ca. 1,367 Mio €.

 

Aufgrund der relativ geringen Mehrkosten und der zu erwartenden Vorteile betreffend des Raumklimas (Raumluftqualität), der damit zu erwartenden Verbesserung der Konzentration und des allgemeinen Wohlfühlfaktors von Lehrern und Schülern, unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, Ökologie, einer schnelleren Bauzeit und letztendlich einer gewissen „Verpflichtung“ als „Stadt der Nachwachsenden Rohstoffe“, empfiehlt die Verwaltung, den geplanten Erweiterungsbau am Anton-Bruckner-Gymnasium in vorbeschriebener Holzbauweise zu errichten.


Beschluss:

 

Der Ferienausschuss nimmt die vorgestellte Planung zustimmend zur Kenntnis und beschließt, dass der Erweiterungsbau entsprechend der Empfehlung der Verwaltung in Holzbauweise ausgeführt werden soll.

Die Fenstergestaltung soll in Abstimmung mit der Schulleitung nochmal erörtert werden.


Abstimmungsergebnis:

- einstimmig -

Verteiler:

1, 16.1, 4, 42