TOP Ö 10: Städtebaulicher Rahmenplan „Viertel Hans-Sachs-Straße“, hier: Beschluss der Ziele und Maßnahmen

Sachvortrag:

 

Auf Basis des vom Stadtrat beschlossenen Integrierten Handlungskonzeptes für die nachhaltige Stadtteilentwicklung Straubing Süd (IHK) und der hierin formulierten Maßnahme zur Erstellung städtebaulicher Rahmenpläne in zwei Schwerpunktbereichen des Stadtteiles, wurde die Planergemeinschaft bestehend aus dem Architekturbüro HIW, Straubing, und dem Landschaftsplanungsbüro G+2S, Deggendorf, mit der Erstellung eines städtebaulichen Rahmenplanes zur Quartiersentwicklung im Viertel um die Hans-Sachs-Straße beauftragt.

 

Die Erstellung des städtebaulichen Rahmenplanes wurde mit den Betroffenen vor Ort abgestimmt (Bürgerinformationen am 19.10.2011 und 03.07.2012, Quartiersspaziergänge am 24.10. und 10.11.2011, Anliegergespräch am 15.11.2012). In politischen Gremien wurde die Planung ebenfalls mehrfach erörtert (im Stadtentwicklungsausschuss am 21.03. und 20.11.2012, im Seniorenbeirat am 30.01.2012, ggü. Vertretern des Behinderten-, Ausländer- und Familienbeirates am 28.11.2012) und die Unterlagen diesen in digitaler Form zur Verfügung gestellt. Das Projekt wurde durch die Regierung von Niederbayern begleitet und am 17.10.2012 wurde ein Fachstellentermin mit internen und externen Trägern öffentlicher Belange abgehalten.

 

Gemäß der Befassung des Stadtentwicklungsausschusses am 20.11.2012 wurde der Entwurf des Städtebaulichen Rahmenplanes den Bürgermeistern und Stadtratsfraktionen im Dezember 2012 in digitaler Form übermittelt.

 

Die Planung wurde bislang sehr intensiv mit Betroffenen, Beteiligten und Mitverantwortlichen abgestimmt. In einem kompakten Sachvortrag werden die wesentlichen Ziele und Maßnahmen, die sich aus der städtebaulichen Rahmenplanung ergeben, dargestellt.

 

Nach eingehender Bestandsaufnahme und -analyse der Quartiersstrukturen des Viertels um die Hans-Sachs-Straße durch die beauftragte Planungsgemeinschaft wurden im Wesentlichen folgende Ziele definiert:

 

-        Ausrichtung der Quartiersentwicklung auf die demografischen Veränderungen und energetischen Erfordernisse

-        Konkretisierung und Einbindung der Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzepts (u.a. Neuordnung von Verkehrsanlagen, Schaffung von Parkmöglichkeiten, Gebäudesanierungen, Aufwertung von Grünflächen und Treffpunkten, Erweiterung der Fuß- und Radwegebeziehungen, usw.) in die städtebauliche Rahmenplanung

-        Steigerung der Wohnqualität mit barrierefreier Grundausrichtung - sowohl innerhalb, als auch außerhalb der Wohngebäude

 

Als wichtigste Maßnahmen sind zu nennen:

-        Errichtung des „Familienhauses“ an der Eichendorffstraße

-        Erstellung eines ganzheitlichen quartiersbezogenen Energieversorgungskonzeptes

-        Sukzessive Sanierung der Liegenschaften der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft

-        Aufwertung/ Neugestaltung der gebäudezugeordneten Außenanlagen

-        Errichtung eines Parkdecks an der Albrecht-Dürer-Straße

-        Neuordnung der Einmündung Eichendorffstraße/ Wittelsbacherhöhe

-        Neuordnung der Hans-Sachs-Straße

-        Verbesserung der Durchgrünung sowie Attraktivierung der öffentlich nutzbaren Grünflächen

-        Revitalisierung des ehem. Kommandanturgebäudes der Artilleriekaserne

 

Als langfristige Entwicklungsüberlegungen werden die Neuausrichtung des nordwestlichen Eckbereiches für die Jugend, der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Eichendorffstraße/ Wittelsbacherhöhe und die Entwicklung des heute gewerblich geprägten Bereiches westlich der Fa. Ilmberger zur Ergänzung des Wohnquartiers dargestellt.


Beschlussvorschlag:

 

Der Stadtrat beschließt den städtebaulichen Rahmenplan mit Stand vom 26.11.2012 mit den hierin formulierten Zielstellungen und Maßnahmenvorschlägen. Die Umsetzung soll entsprechend der Verfügbarkeit erforderlicher Haushalts- und Fördermittel schrittweise erfolgen.

Soweit Maßnahmen den Wirkungsbereich der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft mbH betreffen, wird diese gebeten, sich an der Realisierung der Rahmenplanung entsprechend den finanziellen Möglichkeiten zu beteiligen.

 

Für investive Maßnahmen, die im Aufgabenbereich der Stadt Straubing liegen, werden für deren Umsetzung die jeweiligen Finanzmittel im Zuge der zukünftigen Haushaltsberatungen eingeplant.

 

Die Beschlussfassung erfolgt im Plenum.