Beschluss: einstimmig beschlossen

Sachvortrag:

 

Im rechtsverbindlichen Bebauungs- und Grünordnungsplan „Gewerbepark Alburg/ WA Am Kronsteig“ (Nr.191) wurde im Allgemeinen Wohngebiet folgende Festsetzung getroffen:

 

III.3. Geländemodellierung

Die Baugrundstücke dürfen bis maximal 50 cm über Urgelände aufgefüllt werden. Die Angleichung im Bereich der Grundstückszufahrt an die Erschließungsstraße ist zulässig. Darüber hinausgehende Geländeauffüllungen (z.B. Terrassenhügel) sind unzulässig. Maßnahmen der Gartengestaltung (z.B. Hochbeet o.ä.) sind hiervon nicht betroffen.

Im Übergangsbereich zwischen den Baugrundstücken und zu den angrenzenden öffentlichen Grünflächen sind Stützmauern o.ä. unzulässig.

 

 

Aufgrund der tatsächlichen Höhenlage der Erschließungsstraßen, die sich zum Teil mehr als 50 cm über Urgelände befindet, ist die oben aufgeführte Festsetzung nicht praktikabel. Für einige Bauvorhaben wäre durch die Notwendigkeit der teilweisen Auffüllung über 50 cm Höhe demnach eine Genehmigungsfreistellung nach Art. 58 BayBO nicht möglich.

Im Gewerbegebiet ist die Auffüllung der Baugrundstücke bis max. Oberkante Erschließungsstraße festgesetzt und damit zulässig, dass auch über 50 cm ab Urgelände aufgefüllt wird.

Die Festsetzung im WA soll daher ebenfalls entsprechend angepasst werden:

 

III.3 Geländemodellierung

Die Baugrundstücke können auf OK Erschließungsstraße aufgefüllt werden.

Darüber hinausgehende Geländeauffüllungen (z.B. Terrassenhügel) sind unzulässig. Maßnahmen der Gartengestaltung (z.B. Hochbeet o.ä.) sind hiervon nicht betroffen.

Im Übergangsbereich zu den angrenzenden öffentlichen Grünflächen sind Stützmauern o.ä. unzulässig.

 

Durch diese Änderung des Bauleitplans werden die Grundzüge der Planung nicht berührt. Die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung ist abzuhandeln.

 


Beschluss:

 

Der Bau- und Planungsausschuss beschließt die vereinfachte Änderung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes „Gewerbepark Alburg/ WA Am Kronsteig“ gemäß §13 BauGB und stimmt den erläuterten Änderungsinhalten zu.

 

Für Bauanträge, die vor Rechtskraft dieser vereinfachten Änderung eingereicht werden und die den künftigen Maßgaben entsprechen, kann im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens die Erteilung von Befreiungen von den derzeit gültigen Festsetzungen auf dem Verwaltungswege erfolgen.