Beschluss: ohne Erinnerung

Sachvortrag:

 

Zur Errichtung einer Ausstellungshalle mit Büro und Lagerhalle sowie einer Eisenbiegerei auf dem ca. 32.865 m² großen Baugrundstück wurde ein Bauantrag eingereicht. Das Baugrundstück liegt im Geltungsbereich des Bebauungs- und Grünordnungsplanes „Gewerbepark Alburg / WA Am Kronsteig“.


Die geplante Ausstellungsfläche beträgt ca. 1.080 m², die Größe der daran angrenzenden Verkaufsfläche liegt bei ca. 473 m². Diese Nutzungen befinden sich im Erdgeschoss des sogenannten „Stilhauses“. Die Größe der Büroflächen beläuft sich auf a. 900 m². Diese befinden sich überwiegend in dem zweigeschossigen Bereich des „Stilhauses“. Neben der Lagerhalle (ca. 2.700 m²) und der Eisenbiegerei (ca. 2.463 m²) ist auch ein größeres Freilager geplant. Weiterhin ist ein ca. 700 m² großes Mattenlager vorgesehen.


Die geplanten Nutzungen stehen im Einklang mit den Festsetzungen des Bebauungs- und Grünordnungsplanes. Das erforderliche schalltechnische Gutachten wurde vorgelegt.


Auf dem Baugrundstück werden 53 Stellplätze, davon zwei für Menschen mit Behinderung, errichtet. Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um einen Sonderbau. Der Brandschutz soll durch einen Prüfsachverständigen bescheinigt werden.


Die Abstandsflächen zu den Nachbargrundstücken sind eingehalten. Gegen die geplante Zu- und Abfahrsituation bestehen keine Bedenken.


Die bauplanungsrechtliche Prüfung ergab, dass für die Genehmigung des Bauvorhabens die Erteilung verschiedener Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungs- und Grünordnungsplanes erforderlich ist.

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Überschreitung der Baugrenzen durch einen Gebäudebereich um ca. 31 m² nach Süden, um die Überschreitung der Baugrenzen durch den Mitarbeiterparkplatz um ca. 22,50 m² nach Süden, um die Überschreitung der Baugrenze für die ca. 4,00 m hohen Betonstelen nach Südosten, den Verzicht auf Gestaltungselemente bei der „Lagerhalle“ und der „Eisenbiegerei“ sowie die Errichtung von Pflasterflächen im Teilbereich einer festgesetzten privaten Grünfläche.


Die notwendigen Befreiungen könnten nach pflichtgemäßem Ermessen erteilt werden. Hinsichtlich der erforderlichen Befreiung vom Verbot der Einzäunung festgesetzter privater Grünflächen wird auf den Tagesordnungspunkt 4 verwiesen.


Für das Bauvorhaben wurde um die Vorlage von verschiedenen Unterlagen zur Beurteilung der Genehmigungsfähigkeit gebeten.


Bezüglich der Möglichkeit der Erteilung folgender Befreiungen besteht noch Klärungsbedarf:

Anlage von Rückhalte- und Sickereinrichtungen auf planlich festgesetzten privaten Grünflächen sowie Pflanzflächen.


Teilweise Baugrenzenüberschreitung durch Schüttboxen nach Norden sowie teilweise Lage innerhalb einer festgesetzten privaten Grünfläche


Widerspruch der geplanten Werbeanlagen an Gebäudefassaden zu den Festsetzungen des Bebauungs- und Grünordnungsplanes


Eine Entscheidung über die Möglichkeit der Erteilung der vorgenannten Befreiungen wird nach Eingang der für ein abschließende bauplanungsrechtliche Beurteilung geforderten Unterlagen getroffen.


Seitens der Verwaltung ist vorgesehen, die beantragte Baugenehmigung zu erteilen, sofern die Prüfung des Vorhabens im Weiteren ergibt, dass diesem keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstehen, die im bauaufsichtlichen Baugenehmigungsverfahren zu prüfen sind.

 


Beschluss:

 

Der Bauausschuss nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.