Beschluss: einstimmig beschlossen

Sachvortrag:

 

Umweltbildung und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt gehören zu den obersten Bildungszielen der Bayerischen Verfassung. Verschiedenste Projekte werden daher an den Schulen unterstützt und gefördert. Im Jahr 2012 haben folgende Schulen in der Stadt Straubing im Hinblick auf Umweltbildung eine Auszeichnung bzw. ein Gütesiegel erhalten:

-       Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21-Schule

*        Anton-Bruckner-Gymnasium

*        Grundschule St. Peter

*        Marianne-Rosenbaum-Schule Staatliche Berufsschule III

*        FOS/BOS

-       CO2-Maus-Gewinner

*        Grundschule St. Peter

 

Die Auszeichnung "Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21 Schule" zielt auf die Entwicklung umweltverträglicher Schulen und die Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Schulen müssen innerhalb der Projektzeit ein selbstentwickeltes Konzept zur Verbesserung ihrer Umweltverträglichkeit erfolgreich umsetzen.

Die Aktion CO2-Maus wendet sich vor allem an kleinere Kinder. Die Kinder können online die CO2-Maus mit gesparten Kilowattstunden füttern, nehmen mit ihrer Klasse an einem Gewinnspiel teil und sollen dadurch spielerisch an die aktive Teilnahme am Umweltschutz herangeführt werden.

 

Darüber hinaus finden an den Schulen verschiedene Projekte zur Umweltbildung statt. Bereits das zweite Schuljahr wird am Anton-Bruckner-Gymnasium im Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung (P-Seminar) das Thema Umweltschutz behandelt. Da das Projekt auch dem Ziel im Zukunftsprogramm „Straubing reduziert seinen Energiebedarf pro Einwohner deutlich“ entspricht, hat das Anton-Bruckner-Gymnasium 2012 bereits einen Anerkennungsbetrag in Höhe von 1.500 Euro erhalten. Eine Anfrage des Projektleiters, ob es auch für dieses Schuljahr eine finanzielle Anerkennung gibt, haben die beteiligten Ämter zum Anlass genommen, das Thema Umweltschutz an Schulen intensiver zu betrachten. Die Ämter Hochbau, Zentrale Steuerung/Controlling, Zentrale Dienste und Öffentlichkeitsarbeit und Schulverwaltung befürworten eine Ausweitung der finanziellen Unterstützung für alle Schulen unter der Sachaufwandsträgerschaft der Stadt Straubing, die Maßnahmen umsetzen, die effektive Energie- bzw. Ressourceneinsparungen für die Stadt Straubing bringen. Es sollen Richtlinien festgelegt werden, die bei entsprechender Umsetzung belohnt werden. Unterstützt sollen nur Projekte werden, die allein von den Schulen umgesetzt werden können, d.h. beispielsweise keine Berechnung von Heizungseinsparungen aufgrund eines Austauschs einer Heizanlage etc. Darüber hinaus muss ein messbarer Erfolg, z.B. Einsparung im Stromverbrauch, vorliegen. Vorab hat vor jeder Umsetzung eine Abstimmung mit der Stadtverwaltung zu erfolgen. Beginn der Projekte soll das Schuljahr 2013/14 sein.

 

Folgende Richtlinien werden vorgeschlagen (exemplarisch):

 

·         Einsparung von Strom:

-       Lichter ausschalten, so oft wie möglich

-       Bewegungsmelder in den Gängen und Toiletten

-       Defekte Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen

-       Stand-by-Betrieb von Geräten vermeiden (PC ausschalten, Zeitschaltuhren installieren…)

-       Erfassen und Entsorgen von unnötigen „Stromfressern“, z.B. Reduzierung von Getränkeautomaten, Reduzierung der Kühltemperatur in den Kühlgeräten in Mensa, Pausenverkauf und Teeküche

 

 

·         Einsparung von Müll:

-       Verbesserung der Mülltrennung

-       Verschiedene Abfallkörbe in den Klassenzimmern

-       Kopierverhalten ändern

-       Umläufe, Elternbriefe nach Möglichkeit digital versenden

 

·         Temperatur:

-      Raumtemperatur nach Möglichkeit senken

-      nur Stoßlüften

-      Warmwasser sparen

 

Zu Beginn eines Schuljahres sind die Ist-Werte von der Schule aufzunehmen und Vorschläge für Projekte zur Verbesserung des Umweltschutzes zu erarbeiten. Die Umsetzung soll seitens des Gebäudemanagements begleitet und eine abschließende Erfolgskontrolle durchgeführt werden. Bei Erreichen von Einsparzielen erhält die Schule eine finanzielle Belohnung. Das Schulverwaltungsamt schlägt vor, dass die Schule 50% der messbaren Einsparungen als Bonus erhält. Das heißt konkret, bei einer gemessenen Stromeinsparung in Höhe von 1.000 Euro, erhält die Schule einen Energiebonus in Höhe von 500 Euro. Der restliche Betrag soll den zusätzlichen Verwaltungs- und Sachaufwand ausgleichen. Ziel ist es, durch den finanziellen Anreiz die Schüler zu motivieren, sich für den Umweltschutz einzusetzen und dadurch Energie- und Ressourceneinsparungen für die Stadt zu ermöglichen.

 

Herr Stadtrat Ritt regt an, in Sachen Energieeinsparung an städtischen Gebäuden regelmäßige Schulungen für die Hausmeister sowie Überprüfungen der Regelungstechniken der Gebäudeanlagen durchzuführen. Diese Anregungen werden an das Gebäudemanagement weitergegeben.

 


Beschluss:

 

Der Schulausschuss stimmt der Einführung des Projekts Umweltschutz an Schulen, wie oben beschrieben, zu. Erfolgreiche Schulen sollen einen Energiebonus in Höhe von 50% der messbaren Einsparungen erhalten. Die Verwaltung wird beauftragt, das Projekt weiter zu bearbeiten und die Umsetzung zum Schuljahr 2013/14 zu veranlassen.